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    13. September 2017

    EU Projekt EmerGent zu sozialen Medien in Katastrophenlagen erfolgreich abgeschlossen

    Nach Verlängerung um weitere vier Monate wurde das Projekt „Emergency Management in Social Media Generation“, kurz EmerGent, Ende Juli diesen Jahres erfolgreich beendet. Das durch das Siebte Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration geförderte Projekt beschäftigte sich in den vergangenen drei Jahren mit der Untersuchung der positiven und negativen Auswirkungen sozialer Medien in Katastrophenlagen.

    Als Teilprojektleiter konnte die Universität Siegen die Nutzung sozialer Medien in Katastrophenlagen untersuchen. Anhand vergangener Ereignisse, empirischer Untersuchungen und veröffentlichter Studien wurden derzeitige Nutzungsmuster und zukünftige Nutzungspotenziale erforscht. Die genannten empirischen Untersuchungen beschäftigten sich mit dem Kommunikationsverhalten über soziale Netzwerke in Katastrophensituationen und mit den Auswirkungen auf die Prozesse des Notfall-Managements.

    Das Brandhaus der Feuerwehr Dortmund

    Des Weiteren wurden Prototypen entwickelt und evaluiert um sowohl Bürger, als auch die zuständigen BOS in der Bewältigung von Schadenslagen zu unterstützen und die Kommunikation untereinander zu verbessern. Data Mining wurde eingesetzt, um öffentlich verfügbare Datenmengen zu klassifizieren und zu bewerten. Das entwickelte „Emergency Services Interface“ stellt eine Cloud-Lösung dar, die von Notfalldiensten genutzt werden kann, um Informationen aus sozialen Netzwerken zu sammeln und mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren.

    Ein Projekt-Video ist hier abrufbar.

    Neben der Universität Siegen waren die Universität Paderborn als Koordinator, IES Solutions (Italien), Oxford Computer Consultants, Travistock Institute (beide Großbritannien), Vestlandsforsking (Norwegen) sowie die Federation of the European Union Fire Officer Associations (Luxembourg), die European Emergency Number Association (Belgien), das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie (Deutschland) sowie das Scientific and Research Centre for Fire Protection (Polen) beteiligt.

    Die Projektgruppe vor dem Ausbildungszentrum der Feuerwehr Dortmund